GRENZVERLETZUNG

GRENZVERLETZUNG

Puh, die letzten 24 Stunden empfand ich energetisch ziemlich herausfordernd. Nebst dem das sich in den Liebesräumen der Menschen die ich begleite und ja, auch in meinem eigenem Liebesraum an Stürme toben, hatte ich gestern ein Erlebnis der 3. Art für mich …
 
… plötzlich hält ihr Wagen vor unserem Terrassentor. Sie steigt, zusammen mit ihrem Partner aus, begrüßt meinen Mitbewohner, sagt irgend etwas zu ihm und rauscht an mir vorbei, während ihr Patner mir sehr unsicher erscheint und lieber mit Pepino (einem meiner hündischen Begleiter*in) unterhält. Ich stehe ob dem „Überfall“, wir wollten gerade auf unseren Abendspaziergang mit den Hunden, wie angewurzelt stehen, halte mich an der Stuhllehne neben mir fest und denke nur: „WTF passiert da gerade?“
 
Ich nehme wahr wie mein Mitbewohner ins Haus schreitet, sie, die überraschende und unwillkommende Besucherin hinter ihm her.
 
„Ich will diese Energie nicht in meinem Haus haben.“, sickert dann nach einer gefühlten Ewigkeit in mein Bewusstsein. Ich äußere dies in Richtung ihres Patners. Er: „Ich verstehe ehrlich gesagt, überhaupt nicht was mit euch beiden los ist …“ Das kann ich gut verstehen, denn ich verstehe es auch nicht. Ich sage ihm dies.
 
„… und weißt du, ich habe ihr drei Mal die Hand gereicht, um einen Austausch gebeten, sie dazu eingeladen und drei Mal kam ein klares Nein mit der Aussage: Ich will mit dir nichts mehr zu tun haben! Nebst den ganzen Du-Sätzen wie … du bist manipulierend … du überschreitest immer wieder die Grenzen anderer … frag dich warum Menschen sich von dir distanzieren … und so weiter und so fort … … … … und jetzt rauscht sie unangemeldet und mit einer selbstverständlichkeit in mein Haus, rauscht an mir vorbei …“
 
Ich spürte in mir nur noch STOP! STOP! STOP! Geht´s eigentlich noch?
 
Wenn ein Mensch keinen Kontakt mehr mit mir will, gebe ich zwar nicht sofort auf, biete mehrere Male die Hand und den Raum um gemeinsam hin zu schauen, was los ist … Doch wird dies mehrere Mal abgelehnt, da das Bedürfniss zur Klärung der Situation nur in mir ist … dann öffne auch ich die Hände und lass los. Was nicht bedeutet, dass ich mir nicht offen dafür bleibe, vielleicht eines Tages mit ihr zusammen zu sitzen und über zusammen über diese Situation und dem was davor war, zu lachen.
 
JETZT ist aber für mich nicht der Moment in dem ich einen Menschen, der mir klar und deutlich sagt, ich will mit dir nichts mehr zu tun haben … in meinen privatten Feld zu haben.
 
Endlich erwacht ich aus dem Gefühl paralisiert zu sein und laufe den beiden in den Patio hinterher. Höre eine Weile zu wie sie auf meinen Mitbewohner einredet und nochmals spüre ich in jeder Zelle, ich will ihre Energie nicht im Haus haben. Auch nicht für 10 Sekunden. Nicht JETZT.
 
„Cut.“, rufe ich in ihren Redeschwall hinein. „Ich bitte dich das Haus zu verlassen. Was du für deinen Computer noch brauchst, sag es Konne und wir werden schauen, ob es bei uns ist und dir Bescheid geben. Was du hier gerade aufführst ist für mich eine massive Grenzverletztung. Du stürmst hier wie selbstverständlich herein, obwohl du es bist, die jeden Kontakt mit mir, verweigert … „
 
Ehrlich, ich bin fassungslos umso mehr sie mir „ständige Grenzverletzungen“ vorwirft. Ich denke nur, der Spruch: Mit jedem Du-Satz zeigen wir mit einem Finger auf das Du und mit drei auf uns selbst, bewahrheitet sich einmal mehr in meinem Leben …
 
Sie schaut mich an: „Echt Michèle, ich weiß wirklich nicht was mit dir los ist …“ und schüttelt dabei den Kopf. In mir schmunzelt es. Es ist mir egal geworden ob sie mich versteht. Sowas von egal. Und ich freue mich über dieses Gefühl, das sie im Moment so egal ist.
 
Als sie weg ist denke ich nur, tja, wir leben offensichtlich auf zwei unterschiedlichen Planeten. Dann gehen Konne und ich mit den Hunden los. Er meint dann, “ … ich hätte reagieren und euch auffordern sollen, dass ihr euch hinsetzen und miteinander redet …“
 
„… ähm und was hätte das gebracht? Was hätte ich ihr sagen, antworten können zum Beispiel auf den Satz, … du bist Grenzverletzend … du bist manipulieren … und so weiter?
 
Klar hätte ich ihm sein Verhalten und was es in mir auslöst sagen können … Doch für was? Sie hat ein in Stein gemeißeltes Bild von mir und dieses Bild zu korrigieren, von ihr verstanden zu werden … das habe ich echt aufgegeben und ist für mich im Moment, Perle vor die Säue geschmissen, Verschwendung meiner Lebenszeit …“
 
 

DAS GESCHENK

 
Nichts geschieht in meinem Leben, was nicht auch ein Geschenk mit sich bringt. Für mich war das Geschenk, dass ich mich zum zweiten Mal mich vor diesen Menschen hinstellte und klar meine Grenze kommuniziert habe und sie bat, das Haus zu verlassen. Für mich selbst hingestanden bin.
 
Und ja, ich war danach stolz auf mich, für mich eingestanden zu sein und endlich immer mehr für mich ganz klare Grenzen ziehe. Für mich übe, Menschen die mir gerade im Moment nicht gut tun, zu bitten aus meinem Feld und Privaträumen zu gehen …
 
Ja, ich freute mich, dass dieses Geschehen einfach sich ereignete, weil ich meiner Seelenbewegung gefolgt bin.
 
DANKE Universum für dieses Theaterstück und das Geschenk, für mich weiter üben zu können, für mich einzustehen und eine Grenze zu setzen. 🙂
 
Michèle, Heilbotschafterin zwischen den Welten, Geschichtenerzählerin
 
 
Bilder, Pixabay. Dank

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