Ich will LEBEN

Ich will LEBEN

Ich stellte mir schon früh vor, dass ich einen Tages, „Alt und Grau“ zufrieden lächelnd in meinem Schaukelstuhl sitze und meinem Enkelkind, oder Kinder, von meinem Abenteuer LEBEN, erfüllt, zufrieden, wissend, dass der Ausflug auf Erden sich seinem Ende nähert, erzählen werde.

Mein größter Wunsch ans Leben? LEBEN! Wer meinen autobiografischer Roman gelesen hat, kennt diesen Wunsch – ich schrieb ihn öfters: ICH WILL LEBEN!

Leben bedeutet für mich: FÜHLEN. Alles fühlen.

Mir fiel zum Beispiel auf, dass Menschen, wenn sie einem Sonnenuntergang zuschauen, etwas dabei fühlen. „Sie sehen den Sonnenuntergang nicht nur, sondern sie fühlen ihn.“ So interpretierte ich die veränderte Ausstrahlung die ich registrierte … Und da wollte ich hin. Ich wollte die Dinge, Ereignisse, einfach alles fühlen.

Sei vorsichtig was du dir wünscht, es könnte in Erfüllung gehen.

Und ja, es ging in Erfüllung. Und das fasziniert mich. Ich wollte „etwas“ ganz unbedingt, es war das, wonach ich mich am meisten sehnte. Tja, wer fühlen will – muss fühlen – und das war mir ganz schön lange oft viel zu viel … Ich war von meinen eigenen Gefühlseindrücken überfordert … es strömten oft zu viele Eindrücke auf mich ein … ein Grund warum ich es liebe etwas Abgeschieden zu leben. Seit ich hier in Sedella bin, seit März 18, bin ich in eine Ruhe eingetaucht, die ich bisher noch nie erlebt habe … selbst mit meinen Tieren ist es ein fließenden ruhiges zusammen sein … meisten Und manchmal ist es schwierig mit mir allein zusammen zu sein … „wir“ streiten uns. In mir streitet, ringen zwei Welten. Licht und Schatten. Vertrauen und Angst.

Es ist nie klar, wann dieses „Reiben“ wieder aufhört. Wann ich wieder ins Vertrauen und damit raus aus dem Kopf – der einzige Ort wo Angst kreiert wird – pendle.

Als ich vor drei Jahren nach Andalusien ging/kam … war ich „nirgends“. Durch meinen Zusammenbruch ist eine andere Art von Selbstverlust geschehen, anders als jenen den ich in meinem Beitrag „Selbstverlust“ beschreibe. Die Identitäten und Rollen die ich verkörperte … ich hatte lange Zeit keinen Zugang mehr dazu. Irgendwie war alles weg. Ein Sein in einer Glaskugel … weder auf der Erde noch im Himmel. Weder Lebendig noch Tod. Es war/ist kein Drama. Ich „musste“ es so nehmen wie es ist und durfte lernen, im JETZT zu leben und mich auf das jeweils Momentbeste einlassen.

Das war ein Sprung vom Zehn-Meter-Brett. Kein Freiwilliger … da hat was geschubst. Aber es war anscheinend Zeit, meine gewohnte und mir Sicherheit gebenden Rollen … mal unter die Lupe zu nehmen. Das blöde ist nur, dass in diesem Zustand dies gar nicht möglich ist – wo nichts ist, gibt es nichts anzuschauen. Vielleicht schwierig zu verstehen. Ich kann es ja auch nur sehr unspezifisch erklären. Trotzdem, ich war glücklich. Ich hatte eine coole Zeit in meiner ersten Station auf meiner weiteren Lebensreise, fern ab vom Vertrauten, bis diese erste Etappe in Andalusien nach 13 Monaten mit Knatsch zu Ende ging damit meine Reise zu mir, weiter gehen konnte …

Es folgte der Aufenthalt im Vogelgarten, ein paar tolle Monate. Die Zeit als Sidi zu mir kam. Als ich einen Ara in mein Herz schloss. Eine Win/Win-Situation, Rüdiger ging es nicht so gut und er brauchte jemanden, der seine Vögel versorgt und ich hatte einen schönen Platz, ein Dach über dem Kopf, eine sinnvolle Aufgabe.

Nächster Sprung: Rubite als WG-Partner Andre. Cooler Deal, er wohnt im Zimmer im Nebenhaus, benutzt Bad und Küche bei mir mit und ich hatte als Ausgleich sein Auto zur freien Verfügung. Passte. Er kam mit Devi, den Namen habe ich für sie gefunden, bei mir an. Einem total abgemagerten, halb verdurstenden, leicht verletzte Windhündin an. Die hat echt mein Herz so berührt. Ich fühlte mich ihr sehr nahe – einzigen Problem, sie hörte NULL auf mich … Zerfraß meinen Teppich, zerkaute meine die Schuhe … Sie führte sich, wenn sie zu mir ins Haus kam, wie eine ausgeflippte, übermütiger Teenagerin auf. Für sie war ich … was weiß ich, aber zu 100% nicht ihre Rudelführerin … Es war eine weitere coole Zeit. Wir haben viel gelacht, haben begonnen Interviews mit Auswander*innen und ihre Projekte zu machen, die du auf meinem Kanal in You-Tube finden kannst.

Beispiel: Olivenernte bei Myrta.

Was mir sehr lebendig in Erinnerung geblieben ist, ist eines der Gespräche mit Andrè. Er fragte mich danach, was ich denn will. Ich lebte in Rubite und wusste einfach nicht weiter. Mir musste irgend etwas einfallen, damit ich meinen Lebensunterhalt generieren kann. Doch da war nur Leere und so antworte ich ihm: „Wie soll ich wissen was ich will. Alles was ich mir vorstelle ist doch aus dem zusammengebastelt, was ich schon kenne. Ich möchte Dinge erleben, die ich noch nicht kenne …“

Nun, das geschah dann auch. Das Leben in der Abgeschiedenheit ohne große Mobilität in den Bergen Andalusiens. Sehr oft mit mir und meinen Fellnasen allein. Die inneren Reisen zu mir, waren und sind es auch heute manchmal noch, zapfig … Ich lerne meine Ängste, Widerstände, selbstverhindernden Glaubenssätze und einiges mehr kennen, die ich mir selbst kreiere. Da begriff ich für mich nach und nach, wir brauchen niemanden um glücklich oder unglücklich zu sein, dass schaffe ich auch allein … kicher

Langsam bekommt die Frage die Andrè mir vor fast 2 Jahren stellte, mehr und mehr Kontur. Entwickelt sich meine neue Rolle, die ich erfahren, erfühlen, durchleben will.

Ich wünsche mir, als intuitive Begleiterin und Mittlerin zwischen den Welten, etwas von meinem inneren Reichtum, meiner Reiseerfahrung in vielen „Mensch-Erfahrungs-Länder“ weiter zu geben. Menschen auf ihrer Lebensreise, durch herausfordernde Situation zu begleiten.

Das ist meine neue Bühne und meine neue Rolle. Anders als davor als Körpertherapeutin in eigener Praxis.

Ich erfahre dabei, dass wir/ich unser Leben tatsächlich selbst kreieren, auch wenn wir dies bewusst meist gar nicht wahrnehmen … und es kann dauern bis ein Wunsch, eine neue Rolle sich installiert. Bis Selbstzweifel, sich nicht gut genug fühlen und sonstige alte Themen die sich auf dem neuen Weg zeigen, in Frieden kommen, sich wieder zurück ziehen, ich/man sich nicht selbst weiter blockiert. Gerade wenn das was man sich wünscht zu tun, auf den Erfolg warten lässt … dann öffnen sich die Tore für den alten Zweifel an einem Selbst … Es wird durch alte Muster durch geturnt: Was mache ich falsch? … Ich schaff das nie … Irgendetwas mache ich verkehrt … Ich bin eine unrealistische Träumerin … Mit was stehe ich mir selbst noch im Weg? … etc.

Und das alles nur, weil ich mir gewünscht habe, etwas zu tun, zu erfahren/erleben, dass ich noch nicht kenne. Schwuppdiwupp, ist mir eine neue Rolle verpasst worden, die total zu mir passt. Die ich liebe, die ich von Herzen gerne ausfülle, fühle und spiele. Ja, ich liebe es Menschen aus Situationen hinaus zu führen, wo sie vor lauter Bäume, den Wald nicht mehr sehen. Ich liebe es, intuitiv zu fühlen, was hinter dem Äußeren was in deinem Leben geschieht, die tiefere Botschaft ui erfühlen und sie dir weiter geben kann …

In jeder Wunde liegt das WUNDER – der Weg ins Leben, der Weg zu dir.

Dieses Wunder, dieses Abenteuer, dein SEIN aus den erlernten und übernommen Programmen heraus zu kristallisieren, dich ins Fühlen zu begleiten, deinen Fokus auf das hinter dem äußeren Geschehen zu sensibilisieren – das ist meine Rolle, meine Berufung.

Michèle, intuitive Begleiterin und Mittlerin zwischen den Welten

Wenn du mich kennenlernen, erfühlen möchtest um für dich abzuklären ob wir zusammen arbeiten, biete ich dir ein erstes kostenloses Skype-Gespräch an. Schreibe mir bei Interesse ein PN in Facebook oder eine E-Mail: cpellegrini@gmx.de

Und,

wenn dir meine Geschichten gefallen und dich in deinem SEIN unterstützen, und wenn du mein Projekt unterstützen möchtest, freue ich mich über deine Spende. DANKE <3

Und,

natürlich freue ich mich, wenn du meine Beiträge teilst und mich so dabei unterstützt, mein Wirken in die Welt hinaus zu tragen. DANKE

Bild: Lara Pulsar, Seelenphotografin

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