La luna

La luna

10.40 Uhr, strahlendere Sonnenschein bei 28 Grad am Schatten …

Jahrhundert Vollmond 28. Juli 2018

Auf den Liegestühlen am Pool sitzend/liegend, zwischen uns lauter „leere“ Leckereien … Chips, Süßigkeiten aber auch herrlich knackige Kirschen und ein Glas Tinto de Verano. Vor mir auf dem Stativ, meine kleine Kamera, die nicht dazu in der Lage ist, dieses irre Spektakel einzufangen … Aber macht nichts. Meine Augen und mein Herz haben es aufgenommen, genossen und sind in dieses Naturschauspiel eingetaucht … Wundervoll.

Ich sitz/liege da und schaue einfach nur zu ihr hoch. Beginne einen schwarzen Ring um la luna wahrzunehmen und darum herum, eine sich ständig langsam bewegende rötlich schimmernde Masse. Es zieht mich hinein. Irre was in solchen Momenten der totalen Stille und des inneren Friedens dann so für Geschichten in mir auftauchen.

Dieser schwarze Kanal in deren Mitte la luna thront – das Nichts oder die Unendlichkeit. Oder das wovon man sich kein Bild machen soll, weil es niemals Lagewörter oder in einem Bild eingefangen oder erklärt werden kann. Dieses Nichts, das Allumfassende welches a b s o l u t absichtslos erschafft ….

Meine zwei Welten. Vor Jahren schon sagte ein Freund zu mir immer wieder, schreib darüber. Schreib über deine zwei Welten. Meist kann ich dieses Erleben gar nicht wörternund wenn doch, so spüre ich, dass es sobald es in Worte gefasst werden will, viel verliert und höchsten ein Abklatsch dessen ist was ich wahrnehme und empfinde.

Vor Jahren unterhielt ich einen Blog mit dem Titel, zutiefst menschlich – zutiefst göttlich. Für mich sehr treffend und meine zwei Welten zu benennen oder um die Dualität zu erfassen. Für mich ist das das was der Mensch unter verschiedenen Namen glaubt zu kennen, das Nichts – weil Nichts da ist und doch sind auch diese Worte irreführend. Da auch ohne Bewusstsein, wie im Tiefschlaf, etwas bleibt an das wir uns nach dem aufwachen nicht erinnern können … Das Menschwesen trägt, so meine Wahrnehmung, jedoch eine tiefe Sehnsucht nach diesem Nichts, dem Ursprung. Nach dem was uns „erschafft“. Jedoch da ist NIEMAND der etwas erschafft, der Liebe oder was auch immer ist. Es ist ein ABSICHTSLOSES Geschehen … Nichtsein. Frieden. Stille oder ich könnte auch sagen, der absichtslose Odem dessen was erscheint. Kompliziert? Nun ja, jedes Menschwesen erzählt sich seine Geschichte dessen was unwörterbar ist und wohl immer bleiben wird …

Ich erinnerte mich während ich mich in der Betrachtung dieses Naturspektakel versank, an ein Gespräch mit meiner Tochter als sie so 12/13 Jahre war. Wir unterhielten uns darüber, ob es uns wirklich gibt oder wir nur glauben, dass es uns gibt … Das war ihre Frage. Ich erzählte ihr von der Matrix und dem Film. Wir kamen überein, dass auch dieses Szenario nicht ausgeschlossen ist … Meine Tochter kam dann zum Schluss, dass es im Endeffekt doch völlig egal ist, wie es ist … „… ich erlebe was ich erlebe und warum und wieso … ist so was von egal … es ändert eh nichts an meinem Erleben … “

Das und noch vieles mehr huschte durch meine Hirnwindungen während ich gleichzeitig mit diesem Naturschauspiel verschmolz.

Ach ja, nicht zu vergessen, dass eine Sternschnuppe direkt neben la luna vorbei zischte … So groß, wie ich bisher in meinem Leben noch nie eine gesehen habe … Ja, ich habe mir etwas gewünscht 🙂

 

2 Comments

  1. Karola hullmann

    Liebe michéle deine tiefwelten teile ich, ich sage es gibt keine Zeit oder es ist egal, weil es immer nur diesen Moment gibt den wir sind und schon ist der auch schon wieder fort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert